Seit dem muss ich alle 3 Monate für MRT und CT nach Würzburg, um zu untersuchen, ob der Krebs gestreut hat. Anfangs meinten die Ärzte, dass sie kleine Punkte auf der Lunge sehen würden, aber nicht mit Sicherheit sagen können, ob es sich um Metastasen handelt. Deshalb habe ich eine neue Chemotherapie, speziell für die Lunge bekommen. Diese habe ich alle 3 Wochen bekommen, konnte es aber zum Glück ambulant in Limburg im Krankenahaus machen. Diese Therapie habe ich relativ gut, also ohne größere Nebenwirkungen vertragen. Bis dahin sah auch alles ganz gut aus, doch 3 Monate später bekam ich die Nachricht, dass es sich tatsächlich um Metastasen handelt. In diesem Moment ist die Welt erneut für mich zusammen gebrochen. Ich hatte die Hoffnung, dass ich geheilt bin, dass alles wieder gut werden wird und dann kam diese schreckliche Nachricht. Innerhalb weniger Minuten wurden meine gesamten Pläne zerstört, denn die Ärzte erklärten mir, dass es extremst selten sei und zudem unheilbar. Ich saß fassungslos auf meinem Bett, war nur am Heulen und konnte gar nicht richtig begreifen, was der Arzt mir gesagt hat. Die nächsten Tage und Nächte waren furchtbar, denn ich war total überfordert mit mir selbst. Alles war mir zu viel, ich war gereizt, schlecht gelaunt und verzweifelt. Das alles habe ich natürlich an meiner Mutter ausgelassen, die am Wenigsten dafür konnte, doch ich war so hilflos, dass ich in jeder Situation überreagiert habe. Seit dem habe ich wieder eine neue Chemotherapie bekommen, da die beiden davor nicht angeschlagen haben. An Tag 1 und 7 musste ich ins Krankenhaus zur Therapie, dann hatte ich eine Woche Pause und danach hat der neue Zyklus angefangen. Zusätzlich zu den Infusionen musste ich noch 3 Tabletten täglich einnehmen.
Die Nachuntersuchung
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